Wie und wo kann man Heilpädagogik studieren?

Themenübersicht > Bildung     Veröffentlicht von: Gabriel -  8. März 2012

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Das Studium der Heilpädagogik umfasst sowohl Theorie als auch Praxis der Bildung, Erziehung, Unterstützung und Hilfe unter bestimmten erschwerten Bedingungen. Die Heilpädagogik sieht sich dabei dem Ziel verpflichtet, von einer Behinderung bedrohten, behinderten, schwer erkrankten oder im Sterben begriffenen Menschen bedarfsgerechte Hilfe zu gewähren. Das Studium umfasst daher sowohl pädagogische als auch medizinische Elemente, um die Studierenden zu befähigen, ihre Aufgaben im Berufsleben zu bewältigen. Ein weiteres Studienfeld ist die pädagogische Betreuung von Menschen mit physischen Beeinträchtigungen, damit diese weiterhin in möglichst vollem Umfang am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.
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Absolventen des Studiengangs Heilpädagogik sind auf pädagogisch-therapeutische Tätigkeiten, beispielsweise im Umfeld von Rehabilitations- und Kurzentren, aber auch Alten- und Pflegeheimen spezialisiert. Sie helfen bei der Ausarbeitung von Pflege- und Förderplänen, koordinieren professionell die Hilfeplanung für bedürftige Menschen und beraten Angehörige oder andere Bezugspersonen.
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Das Angebot an Hochschulen, an denen Heilpädagogik studiert werden kann, ist in Deutschland überschaubar. Vor allem kirchliche Hochschulen bieten diesen, im sozialen Bereich angesiedelten Studiengang an. Um das Studium aufnehmen zu können, ist entweder mindestens die allgemeine Hochschul- oder Fachhochschulreife notwendig. An einigen Hochschulen besteht zudem die Möglichkeit, das Studium ohne hochschulqualifizierenden Abschluss aufzunehmen, wenn eine entsprechende Berufserfahrung inklusive Ausbildung nachgewiesen werden kann.
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Der Studiengang Heilpädagogik ist nicht zulassungsbeschränkt, die Studienplatzvergabe erfolgt direkt bei den Universitäten. Fachhochschulen verlangen unter Umständen ein abgeschlossenes mehrwöchiges Vorpraktikum. Auch eine vorherige Berufsausbildung kann im Einzelfall verlangt werden. Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Ausbildung an einer Fachhochschule praxisorientierter erfolgt, während das Studium an einer Universität eher eine theoretisch-wissenschaftliche Ausprägung besitzt.
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Heilpädagogik kann zunächst einmal auf den Abschluss Bachelor hin studiert werden. Die Regelstudienzeit beträgt dabei 6 bis 7 Semester. Der akademische Abschlussgrad lautet Bachelor of Arts und ermöglicht die Aufnahme des fortführenden Masterstudiums, welches noch einmal bis zu 4 Semester umfasst.
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Eine Hochschule, an der Heilpädagogik studiert werden kann, ist die Fachhochschule Hannover (www.fh-hannover.de). Die Fakultät V, Diakonie, Gesundheit und Soziales bietet den Studiengang Heilpädagogik sowohl als Vollzeit- wie als berufsbegleitendes Studium an. Nach erfolgreichem Abschluss besteht die Vertiefungsmöglichkeit im Rahmen eines Masterstudiengangs „Social Work“.
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Weitere Informationen rund um das Berufsbild Heilpädagoge und den dazugehörigen Studiengang sowie Übersichten aller deutschen Hochschulstandorte sind auf der Internetseite www.heilpaedagogik-info.de bereitgestellt.
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