Wie schreibt man ein Plädoyer?

Themenübersicht > Bildung     Veröffentlicht von: Gabriel -  25. Oktober 2011

Was man braucht: Gesetzestext, Beweisstücke
1
Ein rein juristisches Plädoyer basiert auf den Ergebnissen der Hauptverhandlung. Diese ist zunächst also aufmerksam zu verfolgen und eventuell durch eigene Beweisführungen zu beeinflussen.
2
Für ein nicht-juristisches Plädoyer ist der vorgegebene Text ausführlich zu lesen.
3
Im Plädoyer gibt man zunächst kurz den Sachverhalt mit eigenen Worten und eigenen Schlussfolgerungen wieder.
4
Im nächsten Schritt ist auf die Beweise einzugehen und diese für die Gesamttat zu würdigen. Bereits hier sollte fair mit allen Beweisen verfahren werden, anstatt missliebige zu ignorieren.
5
Die Länge des Plädoyers ist nicht vorgegeben, man sollte aber nicht zu weit abschweifen, sondern bei Fakten bleiben.
6
Im nicht-juristischen Plädoyer sind entsprechende Textstellen nebst deren Schlussfolgerungen zu nennen.
7
Im juristischen Plädoyer folgt nun die rechtliche Würdigung unter Nennung der verletzten Gesetze. Mit welchen Taten wurden welche Gesetze verletzt, welche Tatbestände liegen vor usw. Hier sollte sehr genau und wenn möglich nahe am Wortlaut der Normen argumentiert werden.
8
Im nicht-juristischen Plädoyer kann eine Abwägung widerstreitender Textstellen vorgenommen und entschieden werden.
9
Aus der rechtlichen Würdigung ist das Strafmaß zu ermitteln. Liegen mehrere Einzelstrafe vor, sind diese zunächst zu nennen und daraus eine Gesamtstrafe zu bilden.
10
Dies sollte für alle Beteiligten so verständlich und nachvollziehbar wie möglich geschehen.
11
Abschließend sind dem Gericht etwaige Anträge etwa über die Strafaussetzung zur Bewährung oder der endgültigen Einziehung von gesicherten Beweismitteln zu stellen.
12
Auch Anträge über die Kostenentscheidung oder strafrechtliche Nebenentscheidungen sind vorzutragen.
Weitere Informationen zu diesem Thema findest Du hier: Nächste Anleitung