Was und wie kann man in Frankreich studieren?

Themenübersicht > Bildung     Veröffentlicht von: Gabriel -  22. Oktober 2011

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Frankreich ist ein Land in Westeuropa, welches sich südwestlich von Deutschland und nördlich von Spanien befindet. Die Hauptstadt Paris stellt mit etwa 12 Mio. Einwohnern eine der größten, schillernsten und bedeutsamsten Metropolen Europas dar und ist gleichzeitig größter Hochschulstandort des Landes. Insgesamt gibt es in Frankreich 90 Universitäten.
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Um in Frankreich ein Hochschulstudium aufnehmen zu können, wird die allgemeine Hochschulreife, das Abitur oder ein äquivalenter deutscher Schulabschluss benötigt. Darüber hinaus sind ausreichende Französischkenntnisse notwendig. Auch wenn EU-Bürger offiziell ohne Sprachnachweis ein Studium in Frankreich aufnehmen können, darf die jeweilige Universität diese mittels eines Sprachtests überprüfen lassen und den Bewerber gegebenenfalls ablehnen. Ein Sprachdiplom DELF oder DALF oder ein baccalauréat francaise (deutsch-französisches Abitur) ersetzt den Test.
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Das französische Hochschulsystem unterscheidet sich von dem in Deutschland maßgeblich. So fehlt die Unterscheidung zwischen Universitäten (theroetisch-wissenschaftliche Ausbildung) und Fachhochschulen (praxisnah orientierte Ausbildung) gänzlich. Sowohl theorie- als auch praxislastige Studiengänge werden in Frankreich von Universitäten angeboten.
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Manche Studienfächer lassen sich jedoch entweder an Universitäten oder sogenannten „écoles supérieures“ studieren. Daneben gibt es noch die „école d’architecture“, an der man beispielsweise ein klassisches Architekturstudium absolvieren kann.
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Ein weiterer, erheblicher Unterschied liegt in der Durchführung des Studiums. Während man in Deutschland von vornherein beispielsweise auf Bachelor, Master oder Magister studiert, wird in Frankreich zunächst das gewünschte Studienfach belegt und einige Semester studiert. Erst dann entscheidet man sich, ob man beispielsweise auf Lehramt oder Bachelor studieren möchte, was durch entsprechende Prüfungen festgelegt wird.
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Die Art der Abschlüsse ist in Frankreich aufgrund der europaweiten Angleichung (Bologna Reform) ähnlich wie in Deutschland. Die gängigsten Abschlussformen sind die des Bachelor, mit einer Regelstudienzeit von 6 bis 8 Semestern und des Masters mit einer Regelstudienzeit zwischen 2 und 4 Semestern.
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Anders als in Deutschland werden in Frankreich keine Studiengebühren an staatlichen Hochschulen erhoben. Dies gilt auch für ausländische Studierende.
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Größter Hochschulstandort ist Paris mit alleine 13 Universitäten in der Metropolregion sowie 4 zusätzlichen Universitätsstandorten außerhalb der Stadt, um die bestehenden Universitäten zu entlasten. Weitere bedeutende Hochschulstandorte sind Marseille, Montpelliers, Lyon, Strasbourg, Bordeaux, Lille und Grenoble.
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Weitere Informationen, Tipps und Wissenswertes rund um das Studium in Frankreich sind im Internet auf der Seite www.studieren-in-Frankreich.de zusammengefasst.
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Eine Liste aller Hochschulen in Frankreich ist auf den Seiten der deutschen Wikipedia unter dem Link de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Universitäten_in_Frankreich zu finden.
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